Gefahrenindizes für Wetterfühlige

Die Gefahrenindizes für Wetterfühlige weisen für verschiedene medizinische Formenkreise (Herzkreislauferkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, allgemeine Befindensbeeinträchtigungen) auf den vom aktuellen Wetter zu erwartenden Stress für den menschlichen Organismus (Biotropie) hin.

Der gesunde Organismus vollzieht notwendige Anpassungen auf Wetteränderungen meist unbemerkt. Bei Personen mit Erkrankungen oder allgemeiner Schwächung der Regulationsfähigkeit können sich diese Anpassungsvorgänge durch Befindensbeeinträchtigungen oder einer Zunahme von gesundheitlichen Beschwerden äußern. Vorsorgende Maßnahmen können helfen, einem ungünstigen Wettereinfluss entgegen zu wirken. Mit Hilfe der Vorhersagen können sie gezielt ergriffen werden.

Da sich der Wettereinfluss auf die Gesundheit zwischen den einzelnen Beschwerdebildern unterscheiden kann, werden Gefahrenindizes für Herz-Kreislauf-Beschwerden, rheumatische Beschwerden, asthmatische Erkrankungen sowie allgemeine Befindensbeeinträchtigungen getrennt vorhergesagt. Bei den Herz-Kreislauf-Beschwerden wird zusätzlich zwischen mit hohem Blutdruck verbundenen Beschwerden (hyperton) und mit niedrigem Blutdruck verbundenen Beschwerden (hypoton) unterschieden. Auch beim Rheuma erfolgt eine weitere Unterteilung von entzündlichen und degenerativen rheumatischen Beschwerden. Der Gefahrenindex für Wetterfühligkeit wird für 11 Regionen in Deutschland jeweils für die erste und die zweite Tageshälfte getrennt dargestellt.
Bezüglich der gesundheitlichen Bedeutung für Wetterfühlige werden vier Kategorien unterschieden:

positiv:Wetterlagen, bei denen sich das Wetter durchweg positiv auf das Befinden auswirkt.
kein:Wetterlagen, bei welchen kein signifikanter Einfluss auf das menschliche Befinden nachgewiesen werden konnte.
gering:Wetterlagen mit geringer biotroper Intensität. Der leicht ungünstige Wettereinfluss macht sich bei sehr wetterfühligen Personen bemerkbar.
hoch:Wetterlagen mit hoher biotroper Intensität, welche in der Regel durch schnelle und / oder starke Luftmassen- bzw. Wetterwechsel sowie durch thermische Belastung hervorgerufen wird. Von den negativen Gesundheitseinflüssen ist ein größerer Personenkreis von Wetterfühligen betroffen.

Da der Gefahrenindex die mittlere gesundheitliche Bedeutung für ein Kollektiv von Wetterfühligen beschreibt, kann die Reaktion eines Einzelnen davon abweichend sein!